22.10.2012

3. November

Hubertus von Lüttich, Rupert Mayer

Hubertus von Lüttich

Geschichte: Hubertus von Lüttich wurde um 655 nach Christus als Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse geboren. Über seine Kindheits- und Jugendjahre ist nicht viel bekannt. Erst später belegen Quellen die Hochzeit von Hubertus und Prinzessin Floribana von Löwen. Seine Frau starb jedoch bei der Geburt des ersten Sohnes Floribert, woraufhin Hubertus alle Ämter niederlegte, sich in die Wälder der Ardennen zurückzog und so versuchte, den schweren Schicksalsschlag zu verkraften.

Während der Jahre in den Wäldern wuchs in Hubertus der Glaube. Er fasste den Entschluss, sich zum Priester weihen zu lassen. Als Prediger war er dann in den Ardennen und in Brabant tätig. Um das Jahr 705 wurde Hubertus zum Bischof von Tongern-Maastricht geweiht und erwarb sich den Ruf von Milde und Güte, nachdem er zahlreichen Menschen Hilfe anbot, während Hunger und Leid die Bevölkerung plagten. Nach mehr als 15-jährigem Wirken verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich wo er im Jahre 727 starb.

Der Legende zufolge ging Hubertus um den Karfreitag herum auf die Jagd und folgte einem Hirsch, bis dieser ruhig stehen blieb und sich zu seinem Jäger umkehrte. Als Hubertus den Hirsch betrachtete, sah er zwischen dem Geweih ein strahlendes Kreuz, und eine Stimme ermahnte ihn, seine weltlichen Interessen zu zügeln und sich stattdessen auf die wahren Werte zu besinnen. Daraufhin begab sich Hubertus geläutert in den Dienste Christi und half durch Wort und Tat.

Am 3. November 743 (oder 744) wurde Hubertus heiliggesprochen und wird seitdem als Patron der Ardennen, Schutzpatron der Jäger und Schützen, Kürschner, Metzger, Metallarbeiter sowie der Drechsler und Mathematiker verehrt.

Herkunft des Namens: „der durch Verstand Glänzende“ (althochdeutsch)

 

 

 

Rupert Mayer

Geschichte: Rupert Mayer, geboren 1876, wuchs in Stuttgart auf, besuchte das Gymnasium und studierte Philosophie und Theologie in Freiburg, München und Tübingen. 1899 wurde er zum Priester geweiht. Ein Jahr später trat er in Feldkirch in Vorarlberg dem Jesuitenorden bei, ab 1906 zog er als Volksmissionar durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. 1912 kam er als Männerseelsorger nach München, 1914 ging er als Soldatenseelsorger an die Fronten des Ersten Weltkrieges und wurde als erster Feldgeistlicher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet: Er wurde lebensgefährlich verletzt, weil er sich schützend über einen schwerverletzten Soldaten gebeugt hatte. Ein Bein musste ihm amputiert werden.

In den restlichen Kriegsjahren predigte Rupert Mayer wieder in München. 1921 wurde er Präses der „Marianischen Männerkongregation“, in den 20er Jahren galt er als „die Stimme der Katholiken“ in München. Schon früh erkannte er die Gefahren des Nationalsozialismus und warnte vor dieser Bewegung. Im Januar 1937 wurde er von den Nazis erstmals verhaftet, schließlich wegen einer Predigt zu sechs Monaten Haft verurteilt. Wegen „konspirativer Kontakte“ wurde er im November 1939 erneut verhaftet, mehrfach verurteilt und sieben Monate im Konzentrationslager in Sachsenhausen in Isolationshaft gehalten.

1940 wurde Mayer freigelassen – mit der Auflage eines Predigtverbotes. Fünf Jahre lang verbrachte er isoliert und bewacht von der Gestapo im Kloster Ettal. Nach Kriegsende wirkte er wieder als Seelsorger in München, war aber am Ende seiner Lebenskräfte. Am Allerheiligentag 1945 starb er während der Messe vor dem Altar der Münchner Michaelskirche.

Herkunft des Namens: „der Ruhmreiche, Glänzende“ (germanisch-althochdeutsch)