13.07.2012

31. Juli

Ignatius von Loyola

Ignatius von Loyola

Geschichte: Ignatius von Loyola wurde 1491 geboren. Der Adelige Iñigo López de Loyola y Onaz – so hieß er vor seiner Bekehrung – war ein ruhmsüchtiger und eitler Soldat, der vor allem auf seine Ehre bedacht war und die Genüsse der Welt voll auskostete. Bei einer Schlacht wurde er durch eine Kanone schwer verwundet und musste lange das Bett hüten. In dieser Zeit las er viele Bücher. Auch die „Vita Christi“ und Biografien über Heilige zählten zu seinem Lesestoff und bewirkten eine tiefe Reue über sein in der Vergangenheit geführtes Leben.

Nach seiner Genesung ging Ignatius nach Montserrat, ein Wallfahrtsort in der Nähe von Barcelona. Dort lebte er als Einsiedler, hatte seine ersten Visionen und verfasste die „Geistlichen Übungen“. Aufgrund seines noch unzureichenden theologischen Wissens machte er sich nach Paris auf, um an der Universität Latein sowie Philosophie und Theologie zu studieren. Dort lernte er seine späteren Gefährten, unter ihnen den heiligen Franz Xavier, kennen, mit denen zusammen er den Jesuitenorden gründete. Die Ordensmitglieder legten die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und gelobten, sich als Missionare ins Heilige Land aufzumachen.

Vor der Reise nach Jerusalem wurde die Gemeinschaft von Papst Paul III. empfangen, der die Regeln der Gruppe bestätigte. Somit war der Grundstein der „Gesellschaft Jesu“ gelegt. Eine Besonderheit der „Societas Jesu“ ist, dass ihre Mitglieder neben den drei klassischen Gelübden ein viertes ablegen, welches eine außerordentliche Treue gegenüber dem Papst zum Inhalt hat.

Nachdem Ignatius seinem Orden 15 Jahre lang als Ordensgeneral vorgestanden war, starb er am 31. Juli 1556 in Rom.

Herkunft des Namens: „der Feurige“ (lateinisch)