03.01.2017

Für vorbildlichen Einsatz im ländlichen Raum

Johannes-Voetlause-Preis wird verliehen

Die Gewinner des Johannes-Voetlause-Preises für 2017 stehen fest. Preisträger sind die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Georgsmarienhütte in der Kategorie „Gemeinwesen“, die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bad Laer in der Kategorie „Jugend“ und Thea Oltmann aus Sandhatten (Landkreis Oldenburg) in der Kategorie „Frauen“.

 

Mitglieder der KLJB Bad Laer bei den Vorbereitungen zur
Mini-Brot-Aktion. Foto: privat

Darüber hinaus wird ein Sonderpreis vergeben an Sibylle Nolte und Bettina Kiupel-Klecker aus Bissendorf. Überreicht wird der Preis während des traditionellen Landwirtschaftstages am 6. Januar in der Katholischen Landvolkhochschule (KLVHS) Oesede.

Namensgeber Johannes Voetlause leitete von 1957 bis 1989 die KLVHS. Sowohl in seinen Seminaren als auch in jährlich rund 100 Vorträgen im gesamten Raum Weser-Ems setzte er sich für Landwirte und die Menschen in der ländlichen Region ein.

Mit dem Voetlause-Preis werden Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Initiativen ausgezeichnet, die beispielgebende Arbeit für den und im ländlichen Raum leisten. „Damit soll das oft im Hintergrund stehende Engagement gewürdigt werden, denn es ist ein wichtiges Fundament unserer ländlichen Räume“, sagt KLVHS-Leiter Johannes Buß.
 
Die DLRG Georgsmarienhütte bietet seit 2001 zwei Mal monatlich im Panoramabad ein Schwimmen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen an – begleitet von ehrenamtliche Betreuern. Vor sechs Jahren wurde eine weitere Gruppe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von neun bis 30 Jahren ins Leben gerufen. Für die integrativen Gruppen, an denen auch Geschwisterkinder und Kinder von Betreuern teilnehmen, erhält die DLRG nun den Preis in der Kategorie „Gemeinwesen“.
 

Thea Oltmann steht für den Dialog zwischen Landwirten und
Verbrauchern. Foto: privat

In der Kategorie „Jugend“ geht er an die KLJB Bad Laer für eine gemeinsame Aktion mit dem Maria-Elisabeth-Haus, einer Einrichtung für erwachsene Frauen und Männer mit einer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung. Unter der Überschrift „Wir kriegen’s gebacken“ stellten die Jugendlichen mit den Bewohnern des Hauses über 70 kleine Nussbrote her, die nach dem Erntedankgottesdienst verkauft wurden. Die Aktion soll wiederholt werden.
 
Thea Oltmann aus Sandhatten ist Gewinnerin in der Kategorie „Frauen“. Die Landwirtin arbeitet ehrenamtlich als Pressesprecherin im Kreislandfrauenverband Oldenburg und setzt sich dort für viele Belange von Frauen auf dem Land ein. Sie möchte vor allem Landwirtschaft und Verbraucher wieder näher zusammenzubringen und den Dialog zu ermöglichen. Zudem engagiert sie sich bei deutsch-französischen Jugendbegegnungen und auf Landesebene im Legasthenieverband.
 

Sibylle Nolte erstellt eigene Materialien zur Sprachförderung
von Flüchtlingen. Foto: privat

Ein Sonderpreis geht an Sibylle Nolte und Bettina Kiupel-Klecker für ihren beispielhaften Einsatz in der Arbeit mit Flüchtlingsfamilien in der Holter Burg in Bissendorf. Die Frauen organisieren Kinderbetreuung, begleiten bei Arztterminen, kümmern sich um Kleiderspenden und klären im Ort über die Situation der geflüchteten Menschen auf, um aufkommenden Vorurteilen früh zu begegnen. Außerdem bieten sie für die geflüchteten Familien Deutschunterricht an, den sie passgenau auf die örtliche Situation abstimmen. (kb)