22.10.2012

4. November

Karl Borromäus

Karl Borromäus

Geschichte: Karl Borromäus (eigentlich Carlo Borromeo) wurde 1538 in einer angesehenen römischen Familie geboren. Er war außerordentlich klug. Bereits mit zwölf Jahren erwählte man ihn zum Abt, und als 21-Jähriger vollendete er seine Studien mit der höchsten Auszeichnung. Sein Onkel, Papst Pius IV., holte ihn zu sich nach Rom und ernannte ihn zu seinem Geheimsekretär und zum Kardinaldiakon.

Karl Borromäus zeichnete sich durch große Umsicht und Tatkraft aus und wurde Erzbischof von Mailand. Während der Pest kümmerte er sich um Kranke und versorgte sie mit Medikamenten und Nahrungsmitteln. Er selbst lebte lange Zeit nur von Wasser und Brot, weshalb er oft erschöpft war. Karl Borromäus war einer der wesentlichen Träger des Konzils von Trient. Viele Reformationsbeschlüsse sind ihm zu verdanken. In Mailand verwirklichte er die konziliare Reform vorbildlich und gründete unter anderem das Priesterseminar. Der Kampf gegen das spanische Staatskirchentum brachte ihn in Konflikt mit der Krone, jedoch stützte der Papst Gregor XIII. sein Wirken.

Borromäus starb 1584 in Mailand und wurde in der Krypta des Mailänder Doms beigesetzt. Er wurde am 1. November 1610 heiliggesprochen. Die Organisation der katholischen Haus- und Volksbüchereien, 1844 in Bonn gergründet, hieß ursprünglich Borromäusverein, in Erinnerung an das volkserzieherische Vorbild des Heiligen.

Herkunft des Namens: „der Tüchtige“ (althochdeutsch)