24.10.2012

6. November

Leonhard von Noblat

Leonhard von Noblat

Geschichte: Leonhard wurde 490 als Sohn einer fränkischen Adelsfamilie geboren. Sein Vater hatte ein hohes Amt am Hofe des Frankenkönigs Chlodwig. Als sich der König taufen ließ, wurden auch Leonhard und seine Familie getauft. Erzbischof Remigius von Reims unterrichtete Leonhard und bildete ihn theologisch aus. Leonhard sollte Bischof werden, er lehnte das Bischofsamt jedoch ab und zog sich stattdessen in die Wälder von Limoges zurück. Von seiner Zelle aus predigte er, heilte Krüppel und Hilfsbedürftige. Regelmäßig besuchte er Gefangene und erreichte für viele bei König Chlodwig die Freilassung.

Der Legende nach ritt der König eines Tages mit seiner schwangeren Frau in den Wald zur Jagd. Leonhard hörte die Frau in ihren Geburtswehen klagen. Er stand ihr als Geburtshelfer bei und betete für sie. Die Königin brachte einen Sohn und damit einen königlichen Erben zur Welt. Aus Dankbarkeit wollte der König Leonhard reich mit Gold und Silber beschenken. Doch Leonhard winkte ab. Er wollte nur so viel Wald, wie er in einer Nacht mit seinem Esel umreiten konnte. Leonhard gründete in seinem Waldstück die Gemeinschaft von Noblat, wo er ehemalige Gefangene aufnahm und zu Handwerkern ausbildete. Leonhard leitete die Gemeinschaft bis zu seinem Tod und wurde bald schon als heilig verehrt. Er starb am 6. November 559 als Abt des von ihm gegründeten Klosters, St. Léonhard-de-Noblat bei Limoges (Frankreich).

Herkunft des Namens: „der wie ein Löwe Starke“ (lateinisch-althochdeutsch) oder: „der für das Volk Starke“ (althochdeutsch)