07.09.2012

28. September

Lioba von Tauberbischofsheim

Lioba von Tauberbischofsheim

Geschichte: Lioba, geboren um 700/710 in Wessex/England, wurde im Kloster der Benediktinerinnen von Wimborne (Grafschaft Dorset) erzogen und erwarb eine umfassende literarische und theologische Bildung, die auch das Kirchenrecht mit einschloss. Sie lebte dann als Nonne in Klöstern von Kent und Wessex. Diese Klöster unterstützten den heiligen Bonifatius, mit dem Lioba verwandt war, bei seiner Missionsarbeit im Fränkischen Reich.

732/735 folgte Lioba Bonifatius ins Frankenreich. Bonifatius machte sie zur Äbtissin des Klosters Tauberbischofsheim. Sie missionierte, indem sie junge Mädchen theologisch unterrichtete. Am Hofe Karls des Großen war sie ein gern gesehener Gast und wurde als Gesprächspartnerin geschätzt. Lioba starb schließlich auf dem ihr zugewiesenen Königsgut Schornsheim.

Lioba ist Stadtpatronin von Tauberbischofsheim. Mit einem Festakt während des Stadtjubiläums 2005 im Rathaussaal wurde die Heilige förmlich zur Schirmherrin der Stadt erhoben. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch unterzeichnete die Ernennungsurkunde. Die Benediktinerinnen von der Heiligen Lioba sind eine 1927 gegründete Ordensgemeinschaft der Benediktinerinnen. Jedes Jahr findet zu Ehren Liobas in Petersberg bei Fulda die Liobawoche statt.

Herkunft des Namens: „die Liebende“ (westgotisch); „die Gottesgabe“ (althochdeutsch)