07.12.2011

13. Dezember

Lucia

13. Dezember

Lucia

Geschichte: Lucia, geboren um 286 in Syrakus (dem heutigen Siracusa auf Sizilien/ Italien) war eine Märtyrerin. Lucia ist eine historische Figur, ihr Grab wurde aufgefunden. Die nach ihr benannte Kirche in Syrakus steht auf frühchristlichen Katakomben. Der Legende nach legt Lucia das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Ihr enttäuschter Bräutigam klagte sie daraufhin in der Verfolgung Kaiser Diokletians als Christin an. Luzia soll nach grausamen Martern durch einen Schwertstich in den Hals getötet worden sein.
Der Lucientag war früher mit Losbrauchtum und Wetterorakeln verbunden. Mädchen trennten ein Stück Rinde von einer Weide ab, ritzten ein Kreuzzeichen in den Stamm und banden die Rinde wieder fest. Wenn sie am Neujahrstag die Stelle wieder enthüllten, suchten sie aus den veränderten Zeichen die Zukunft zu deuten. Besonders Mutige wagten sich in der Luciennacht nach draußen, um den Lucienschein zu sehen, der ebenfalls die Zukunft deuten sollte.

Lucia-Darstellerinnen aus Schweden im
Birgittenkloster in Bremen. Foto: Höhns

Auch die ausgeprägte Lichtersymbolik hat ihre Wurzeln in der Zeit vor der gregorianischen Kalenderreform. In Schweden ist der Luciatag seit mehr als 200 Jahren ein besonderer Feiertag: Die älteste Tochter im Hause stellt die Heilige dar, trägt am Morgen des 13. ein langes weißes Kleid und hat den Kopf mit einem grünen Kranz – oft aus Preiselbeeren – geschmückt, in den eine Reihe brennender Kerzen gesteckt sind. So geht sie Morgens von Zimmer zu Zimmer und weckt die Eltern und Geschwister. Alle warten schon darauf, denn sie bringt das Frühstück ans Bett und die ersten Kostproben der Weihnachtsplätzchen, ihr Licht ist Vorbote des Weihnachtslichtes. In den Dörfern und Stadtteilen wird am Vorabend eine Lucienbraut gewählt.
Darstellung: als Jungfrau mit Palme und Schwert, zwei Augen in einer Schale tragend, mit Halswunde, Lampe
Herkunft des Namens: lateinisch „die Leuchtende“