31.10.2012

14. November

Maria Merkert

Maria Merkert

Geschichte: Maria Merkert gründete 1842 zusammen mit Clara Wolff, Franziska Werner und Mathilde Merkert in Neisse im heutigen Polen eine private religiöse Gemeinschaft zur ambulanten Krankenpflege. 1846 schlossen sich die Frauen der Kongregation der Borromäerinnen an, die damals als Inbegriff eines Krankenpflegeordens galten. Franziska Werner und Maria Merkert verließen den Orden jedoch 1850 wieder, da sie ihre eigentliche Berufung in der ambulanten Krankenpflege sahen, während die Borromäerinnen überwiegend in Krankenhäusern arbeiteten.

Gemeinsam mit Franziska Werner begann Maria Merkert 1850 erneut mit der ambulanten Krankenpflege in Neisse und übernahm die Leitung der so entstandenen Gemeinschaft der „Grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth“. Dabei stieß sie teilweise auf Ablehnung, denn man betrachtete sie als ausgetretene Borromäerin. Sie arbeitete deshalb mit der Stadtverwaltung zusammen, die der Gemeinschaft die Rechtsform gab. Der Breslauer Bischof erkannte den so entstandenen St.-Elisabeth-Verein 1859 als kirchliche Gemeinschaft an, Maria Merkert wurde erste Generaloberin. 1865 wurde in Neisse ein repräsentatives Mutterhaus eingeweiht. Als Träger für die Arbeit des St.-Elisabeth-Vereins gründete Maria Merkert 1864 die „Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth“. Die Schwestern arbeiteten nun auch als Lehrerinnen, vor allem in Skandinavien. Als die Gemeinschaft sich immer mehr international ausbreitete, bemühte sich Maria Merkert um die Anerkennung des Papstes, die ab 1871 und endgültig 1887 erfolgte.

Als Maria Merkert starb, gehörten der Kongregation der Elisabethinnen bereits über 440 Schwestern in 87 Niederlassungen an, heute sind es weltweit 10 000. Sie wird verehrt als „Mutter der Armen“, die in jedem armen Menschen Christus gesehen hat. 1964 wurden die sterblichen Überreste von Maria Merkert und Franziska Werner in die Krypta der Jakobus-Kirche in Nysa überführt, 1998 wurden sie in einer Seitenkapelle der Kirche beigesetzt.

Herkunft des Namens: „die Beleibte, die Schöne, die Bittere, die von Gott Geliebte“ (aramäisch)