31.10.2012

11. November

Martin von Tours

Martin von Tours

Geschichte: Der heilige Martin von Tours (316 bis 397) wurde als Sohn eines Soldaten, der sich im heutigen Ungarn niedergelassen hatte, geboren. Das Christentum lernte er in Pavia/Italien kennen, wo er erzogen wurde. Schon in jungen Jahren wollte er getauft werden.

Obwohl es Martins größter Wunsch gewesen wäre, als Einsiedler zu leben, musste er in die Fußstapfen seines Vaters treten und den Soldatenberuf in der gallischen Armee ergreifen. Eines Tages, an einem kalten Winterabend, wurde er von einem Bettler um eine Gabe gebeten. Da Martin selbst nichts mehr hatte, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert, nahm eine Hälfte für sich selbst und gab die andere dem Frierenden. In der folgenden Nacht erschien ihm Christus im Traum und sagte zu seinen Engeln: „Martin, der erst auf dem Weg zur Taufe ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“

Dieses Erlebnis veranlasste ihn dazu, den Soldatenberuf aufzugeben und die langersehnte Taufe zu empfangen. Er schloss sich dem späteren Bischof Hilarius von Poitiers an, der ihn im Glauben unterrichtete. Getrieben von der Sehnsucht, in seiner Heimat zu missionieren, verließ er Hilarius wieder und kehrte nach Pannonien zurück. Doch er konnte nicht lange bleiben: Nach der Bekehrung seiner Mutter wurde er von den wütenden arianischen Bischöfen vertrieben. Enttäuscht zog er sich für die nächsten Jahre als Einsiedler auf die Insel Gallinara zurück.

Von Hilarius gerufen, der nun Bischof von Poitiers war, ging Martin nach Frankreich, wo er das erste gallische Kloster in Ligugé errichtete, das sich zu einem religiösen und kulturellen Zentrum entwickelte. Gegen seinen Willen wurde Martin zum Bischof von Tours ernannt. 30 Jahre lang hatte er dieses Amt inne, und er verstand seinen Auftrag als Vorsteher einer Diözese vor allem darin, allen Leuten das Evangelium zu bringen und das Heidentum zu vernichten. Während einer Seelsorgereise starb der Heilige im Jahr 397. Sein Gedenktag ist der 11. November, der Tag seiner Beerdigung, an der Tausende teilnahmen.

Herkunft des Namens: „dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht“ (lateinisch)