06.09.2012

21. September

Matthäus, Debora

Matthäus (Evangelist)

Geschichte: Matthäus war einer der Apostel, er hieß ursprünglich Levi. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass er Zöllner in der antiken Hafenstadt Kafarnaum war. Somit war er ein von den Juden verachteter Steuereintreiber, der im Dienst der römischen Besatzungsmacht stand. Markus nennt ihn „Levi, den Sohn des Alphäus“ (Markus 2, 14), Lukas nennt ihn einfach „Levi“ (Lukas 5, 27). Das Evangelium, das seinen Namen trägt, berichtet, wie Jesus ihn vom Zolltisch weg berief und mit ihm aß (Matthäus 9, 9). Aus seinem Beruf als Zöllner kann man schließen, dass Matthäus über eine gewisse Bildung verfügt haben muss. Den Namen Matthäus erhielt er von Jesus.

Matthäus gilt in der Tradition als der Verfasser des ersten Evangeliums. Der Überlieferung nach zog er nach Abschluss dieser Arbeit im Jahr 42 nach Parthien, um das Evangelium zu verkünden. Nach anderer Überlieferung ging er in ein „Land der Menschenfresser“, genannt „Äthiopien“, das ebenfalls in Mesopotamien lag. Dort erweckte er den Sohn des Königs Egippus zum Leben und heilte dessen Tochter Ephigenia vom Aussatz. Daraufhin wurde ihm eine Kirche erbaut und die Königstochter trat ins Kloster ein. Der Bruder des Königs aber begehrte nach dessen Tod Ephigenia zur Ehe – Matthäus erklärte ihm vor allem Volk, dass sie die Braut eines höheren Königs sei, worauf der Wütende Matthäus am Altar mit dem Schwert durchbohren ließ. Andere Überlieferungen wissen um einen friedlichen Tod, die Steinigung oder den Tod im Feuer.

Herkunft des Namens: „Gottes Geschenk“ (griechisch-hebräisch)

 

 

Debora

Geschichte: Debora war Prophetin zur Zeit der Richter, sie lebte unter der Debora-Palme im Gebirge Ephraim. „Richter“ waren in der Zeit vor der Einführung des Königtums, in der Zeit um 1200 bis 1000 v. Chr., die militärischen und moralischen Führer der zwölf Stämme Israels.

Israel hatte in jener Zeit unter den wieder erstarkten Kanaanäern zu leiden. Debora forderte den Heerführer Barak zum Kampf auf, in Begleitung von Debora zog das Heer zum Berg Tabor, um gegen Kanaan unter Führung des Sisera zu kämpfen (Richter 4). Der trotz der Unterlegenheit errungene Sieg Israels wurde zu einem Glaubensbeispiel, das Siegeslied der Debora überliefert Richter 5.

Herkunft des Namens: „die Bienenfleißige“ (hebräisch)