14.04.2014

Papenburger „Barbarafrauen" gestalten Osterkerzen

Mit Osterlamm und Kreuz

Auf vielen Papenburger Frühstückstischen stehen zu Ostern ganz besondere Kerzen. Sie stammen von den „Barbarafrauen“ aus der St.-Antonius-Gemeinde – in liebevoller Handarbeit kunstvoll mit österlichen Motiven verziert.

 

Alles fertig: Die „Barbarafrauen“ präsentieren ihre farbenfrohen Osterkerzen, v.l. Rosi van der Pütten, Luzie Kohnen, Lydia Matis, Gerda Ahrens, Agnes Küper, Josefa Wotte, Anneliese Eckervogt und Adelheid Reiners. Foto: Christiane Schütte

„Luzie, wie viele Kartons stehen jetzt noch im Keller? Wir müssen für Sonntag noch einige übrig lassen!“ Rosie van der Pütten hat sich mit ihren Frauen aus der Barbaragruppe im Pfarrzentrum der St.-Antonius-Gemeinde in Papenburg getroffen. Ein letztes Mal sollen die Kerzen kontrolliert werden, bevor sie kurz vor Ostern für je fünf Euro verkauft werden. Zehn eifrige Damen packen die Unikate aus und überprüfen die Wachsverzierungen nach Druckstellen und Fehlern.

Seit Anfang des Jahres haben sich die Barbarafrauen wöchentlich getroffen und 350 Kerzen verziert. Gerda Ahrens ist für den Einkauf zuständig. Die Wachsplatten kommen aus Süddeutschland, aber „für die Kerzen handele ich den günstigsten Preis aus“, erklärt die pfiffige Geschäftsfrau. Schließlich soll am Ende auch Geld übrig bleiben.

In diesem Jahr haben die Frauen beschlossen, für das von einem Feuer zerstörte Soziale Kaufhaus in Papenburg zu spenden. „Uns ist es wichtig, dass unsere Spende, jährlich etwa 1000 Euro, komplett ankommt“, sagt Adelheid Reiners, die Sprecherin der Gruppe. Deshalb suche man regionale Projekte aus. So haben sie schon für Kinder in Not, für die Krebshilfe oder die örtliche Kirche gespendet.

Auch bunte Frühlingsbilder und ein goldener Osterhase

Die Frauen kennen sich schon lange – seit 1982, als ihre Kinder zur Erstkommunion kamen. Einig über das Ziel, die Gemeinde kreativ und zuverlässig zu unterstützen, gründeten sie die Barbaragruppe – auch damit sie und die Kinder nicht den Kontakt zueinander und zur Kirche verlieren. Genau wie die heilige Barbara sind die Frauen immer bereit  zu helfen. „Wir haben schon alles Mögliche gemacht: die Krippe aufgestellt, Kelche geputzt oder Kinder angeleitet beim Schmücken zu Fronleichnam“, erinnert sich Lydia Matis.

Bald kam ihnen auch die Idee, neue farbenfrohe Osterkerzen für die Familien zu Hause zu gestalten und zum Verkauf anzubieten. Herzlich und vertrauensvoll ist der Umgang miteinander, wenn jede Frau ihrer Kreativität beim Verzieren der Kerzen freien Lauf lassen kann. Neue Ideen sind bei den Damen immer gefragt. Neben vielen christlichen Motiven wie Osterlamm oder Kreuz entstehen mittlerweile auch bunte Frühlingsbilder von Blumen und Schmetterlingen. Sogar ein goldener Osterhase ist dabei. „Die Kinder greifen gerne danach“, weiß Rosi van der Pütten und lacht. „Die Hauptsache ist doch, dass ein Licht der Freude mit nach Hause genommen oder verschenkt wird!“ Und meistens ist die Nachfrage nach den Kerzen sogar größer als das Angebot.

Christiane Schütte