13.03.2013

Kindergärten beteiligen sich an „Solibrot"-Aktion von Misereor

Quarkbrötchen für die Eltern

Auch die Kleinen wollen helfen: Kindergärten beteiligten sich an der Aktion Solibrot von Misereor. Sie backten Brot und Brötchen und befassten sich mit der Lage der Kinder in den Ländern Afrikas.

 

Backen macht Spaß – Kinder in Aktion im Kindergarten St. Raphael Wallenhorst. Foto: Stefan Buchholz

„Wir wollen nicht nur die Misereor-Kampagne bekannt machen, sondern auch das Gespür für die Problematik bei den Jüngsten wecken“, sagt Sigrid Egbers, die Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Die Mitglieder der Wallenhorster KDFB beteiligten sich nicht nur an der Solibrot-Aktion des Frauenbundes, sondern auch an der Umsetzung der Aktion in der Wallenhorster Kindertagesstätte St. Raphael. Zwei Frauen vom Frauenbund backten an mehreren Tagen mit den Kindern der Kita Quarkbrötchen. Diese wurden mittags an die Eltern verkauft. Der Erlös fließt in das diesjährige Misereor-Hilfsprojekt im westafrikanischen Niger.

Warum manche Länder Afrikas Unterstützung durch Hilfsprojekte brauchen, wurde in den Kindertagesstätten zuvor mit den Kindern besprochen. Zur Einstimmung auf das Thema Afrika diente auch ein Trommelworkshop, zu dem Markus Hoffmeister kam. „Höhepunkt war eindeutig die Solibrot-Trommelreise“, erzählt Patrick Huesmann, Leiter des Kindergartens St. Raphael. Dabei nahm der Theologe und Theaterpädagoge Markus Hoffmeister gut 250 trommelnde Kinder mit zu einer imaginären Reise durch Afrika. „Das haben wir mit in unser tägliches Programm genommen und im Stuhlkreis mit Djembe-Trommeln gespielt“, sagt Patrick Huesmann.

Das Thema Helfen passt gut in die Fastenzeit

Verglichen habe man mit den Kindern auch die unterschiedlichen Gewohnheiten beim Essen in Deutschland und in vielen Gegenden Afrikas. Bei uns sitze man an einem Tisch, dort werde das Essen traditionell auf dem Boden zu sich genommen, haben Huesmann und seine Mitarbeiterinnen in den Gruppen erklärt.

Mit den jüngeren Kindern habe man auf dem Globus geschaut, wo sich der afrikanische Kontinent befindet. „Dabei haben wir mit den Jüngeren auch herausgefunden, welche Tiere dort leben. Und was es bedeutet, lange Wege zu wandern, um Wasser zu finden“, so Huesmann. Eine Erkenntnis für ihn und die Kollegen: das Thema Helfen passe gut in die Fastenzeit und die Kindern hätten auch Lust gezeigt, selbst andere zu unterstützen.

Ähnliche Erfahrungen haben auch Silvia Sutthoff und Britta Plogmann gemacht. Sie sind Erzieherinnen in der Sterntalergruppe im Kindergarten St. Elisabeth in Osnabrück. Auch sie haben mit den Kindern gebacken, Trommeln gebastelt und zum Thema Afrika gearbeitet. Im Morgenkreis zeigten sie Fotos vom Leben der Kinder in Afrika.

Wie mühselig es sein kann, den Alltag in Afrika zu meistern, haben die Kinder schnell erkannt. Auf den Fotos holt eine Frau Wasser und balanciert den Behälter auf dem Kopf. „Und was machen wir mit den Einkäufen? fragt Britta Plogmann. „Wir tragen das mit der Hand. Oder wir packen das ins Auto“, sagt ein Junge.

Ihre Trommelreise haben die Kinder bei einer großen Veranstaltung in der Katholischen Familienbildungsstätte gemacht. Beim Brotbacken durften alle helfen. Die Brote wurden eingefroren und später an Eltern und Großeltern verkauft. (buc/kol)