22.07.2014

Osnabrücker Erklärung zum Konflikt im Nahen Osten

Religionsvertreter verurteilen Gewalt

Juden, Christen und Muslime am „Runden Tisch der Religionen in Osnabrück“ sind bestürzt über die Eskalation der Gewalt in Israel und Gaza. Umso mehr sehen sie sich in der Pflicht, im Gespräch zu bleiben. Der Konflikt im Nahen Osten dürfe nicht zum Konflikt in der Friedensstadt Osnabrück führen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die die Religionsvertreter im Rathaus vorstellten.

 

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) pflanzt mit Osnabrücker Religionsvertretern einen Weinstock. Foto: Jörg
Sabel

In dieser Erklärung, die beispielhaft für Deutschland ist, verurteilen sie entschieden jede Art von Gewalt. Gewalt löse den Kreislauf von Hass und Terror nicht auf. Auf Basis ihrer Friedensethiken setzen sich die Osnabrücker Religionsvertreter für den Abbau von Feindbildern, den Aufbau von Projekten der Versöhnung und eine Kultur der Begegnung ein. „Wir glauben ernsthaft daran, dass ein religiöser Friede möglich ist – auch im Nahen Osten. Das strahlt hoffentlich auch auf andere deutsche Städte aus“, sagt Reinhold Mokrosch, Sprecher des Runden Tisches der Religionen.

Die Vertreter des Runden Tisches pflanzten zudem gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert einen Weinstock am Platz des Westfälischen Friedes und sprachen jeweils ein Gebet. Damit drücken sie symbolisch ihren Willen aus, das friedliche Zusammenleben in Osnabrück weiter zu fördern. (asa)

Die Erklärung des „Runden Tisches der Religionen in Osnabrück“ können Sie als pdf-Datei herunterladen.