06.09.2012

24. September

Rupert, Virgil

Rupert von Salzburg

Geschichte: Rupert (Hruodpert) war von hochadeliger Herkunft und eng mit dem merowingischen Königshaus verwandt. Er wirkte Ende des 7. Jahrhunderts als Bischof von Worms zuerst in Regensburg und unterwies den Herzog und seine Gefolgschaft im „rechten“ katholischen Glauben.

Schließlich verließ Rupert Regensburg und fuhr mit dem Schiff donauabwärts bis an die Grenze des Herrschaftsgebietes der Awaren, wo eine starke frühchristliche Siedlung vorhanden war. Seinen ursprünglichen Plan, die Awarenmission sowie die der Slaven, musste er aber angesichts der Kriege und der vielen Zerstörungen an der Landesgrenze offensichtlich aufgeben.

Danach zog er weiter, vermutlich auf der alten Römerstraße durch den Traungau und den Attergau in Richtung Salzburg. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Seekirchen ließ er sich in Salzburg nieder, wo er noch eine romanische Restbevölkerung und vermutlich auch eine seit der Spätantike bestehende Mönchsgemeinschaft antraf. Die stattliche Kirche, die Rupert zu Ehren des heiligen Petrus errichtete, lag auf dem Platz des heutigen Domes. Im Schutz der „Oberen Burg“ (heute Festung Hohensalzburg) gründete Rupert 711/12 das Kloster Nonnberg, heute das weltweit älteste ununterbrochen bestehende christliche Frauenkloster.

714 kehrte Rupert kurzfristig in seine Heimat zurück, um seine Nichte Erintrudis und einige männliche Helfer zu holen. Er starb vermutlich um 718 in Worms.

Herkunft des Namens: „der ruhmreich Glänzende“ (althochdeutsch)

 

 

Virgil von Salzburg

Geschichte: Virgil von Salzburg, geboren um 700, war ein bedeutender Gelehrter des Frühmittelalters. Er stammte aus einer irischen adligen Familie, hieß dort Feirgil von Aghaboe und erhielt seine Ausbildung im Kloster Iona.

Mit zwei Gefährten ging Virgil 743 als Missionar zum fränkischen Hausmeier Pippin III., der ihn 745 zu Herzog Odilo nach Bayern schickte. Erst am 15. Juni 749 (oder 755) wurde Virgil, der bereits die Diözese Salzburg leitete, zum Bischof geweiht. Im selben Jahr wurde er Abt des Klosters Sankt Peter.

In Salzburg ließ Virgil die erste Kathedrale bauen, die er am 24. September 774 (oder 784) dem heiligen Rupert von Salzburg weihte, dessen Gebeine er überführen ließ. Nach fast 40 Jahren im Bischofsamt starb Virgil 784 in Salzburg, er wurde im dortigen Dom bestattet. 1233 wurde er heiliggesprochen, 1288 wurde ihm ein Altar im Salzburger Dom errichtet, wo er seither bestattet ist.

Virgil verfügte über großes Wissen, vor allem in der Theologie, Philosophie, Geschichtsschreibung, Astronomie und Mathematik. Wegen seiner geografischen Kenntnisse besaß er den Beinamen Geometer.

Dem Wirken des heiligen Virgil verdankte Salzburg die erste kulturelle Blütezeit seit dem Untergang des Römischen Reiches. Virgil förderte das Kunsthandwerk durch Aufträge. Auf seine Anregung gehen auch das berühmte Verbrüderungsbuch von Sankt Peter und die Lebensbeschreibung des heiligen Korbinian zurück.

Herkunft des Namens: „nach dem römischen Geschlecht der Vergilier“ (lateinisch)