11.10.2012

23. Oktober

Severin von Köln

Severin von Köln

Geschichte: Severin, ein Zeitgenosse Martins von Tours, lebte um 400. Er leitete die christliche Gemeinde von Köln zu der Zeit, als die Stadt unter die Herrschaft der Franken kam. Severin ist der dritte bekannte Bischof von Köln.

Im Jahr 376 soll er in Köln ein Monasterium zu Ehren der Märtyrer Cornelius und Cyprianus geweiht haben. Hieraus entstand das spätere Stift St. Severin.

Im Jahr 397 soll er in der Todesstunde des heiligen Bischofs Martin von Tours, mit dem er befreundet war, den himmlischen Chorgesang der Engel vernommen haben. Diese Legende könnte darauf hindeuten, dass Severin ähnlich sozial-karitativ engagiert war wie Sankt Martin.

Wenn Severin einer Legende zufolge längere Zeit in Bordeaux wirkte, er dort verstarb und sein Leichnam später nach Köln überführt wurde, so dürfte diese Nachricht auf die Verwechslung mit einem gleichnamigen Bischof von Bordeaux zurückgehen.

Severins Bestattung auf einem Gräberfeld südlich von Köln kann ebenso wenig archäologisch nachgewiesen werden wie der Zeitpunkt der Entstehung einer Coemeterialbasilika bei seinem Grab. Die Gründung des Severinsstifts an dieser Stelle dürfte dem 8. Jahrhundert zuzuweisen sein. Severins Gebeine sind heute in einem kunstvollen Goldschrein im Chorraum der Kirche St. Severin in Köln aufbewahrt.

Herkunft des Namens: „der Strenge" (lateinisch)