18.10.2012

28. Oktober

Simon der Zelote

Simon der Zelote

Geschichte: Simon trägt den Beinamen „Zelotes“ (deutsch: „der Eiferer“), wohl aufgrund seiner ursprünglichen Zugehörigkeit zur radikalen Zelotenpartei, die sich zum Ziel setzte, die römischen Besatzer gewaltsam zu vertreiben. Das Neue Testament nennt ihn in Aufzählungen der zwölf Jünger, besondere Erwähnung findet er sonst nicht.

Nach katholischer Tradition war er ein Bruder Jakobus des Jüngeren und eng mit Jesus verwandt. Seine Mutter sei eine der heiligen Frauen unter dessen Kreuz gewesen und sein Vater Kleophas ein Halbbruder des heiligen Josefs. Deshalb werden Simon und Jakobus auch als „Brüder des Herrn“ bezeichnet.

Nach der Kreuzigung Christi verkündete Simon das Evangelium in Babylonien und Persien, wo er auch zusammen mit Judas Thaddäus den Märtyrertod erlitten haben soll. Dabei soll er mit einer Säge zerschnitten worden sein. In der christlichen Kunst wird er daher meist mit dem Attribut der Säge dargestellt. Nach anderer Überlieferung wirkte er als Bischof der Urchristengemeinde in Jerusalem. Nach der Belagerung und Zerstörung der Stadt durch Titus kehrte er mit seiner Gemeinde wieder in die Ruinenstätte zurück. Im Jahr 107 soll er schließlich im 120. Lebensjahr während einer Christenverfolgung Kaiser Trajans gekreuzigt worden sein.

Herkunft des Namens: „die Erhörung“ (hebräisch)