11.10.2012

21. Oktober

Ursula von Köln

Ursula von Köln

Geschichte: Die Legende erzählt von Ursula als der schönen Tochter des christlichen Königs Maurus. Sie soll im 4. Jahrhundert gelebt haben. Es heißt, dass sie sich schon in jungen Jahren ewiger Jungfräulichkeit verschrieben habe. Ihr Vater aber verlobte sie mit Aetherius, dem Sohn des heidnischen Königs von England. Ursula willigte ein, stellte allerdings drei Bedingungen, die der Bräutigam auch erfüllte: Innerhalb von drei Jahren sollte Prinz Aetherius getauft werden. Eine Schar von zehn Gefährtinnen und 11 000 weiteren Jungfrauen sollte zusammengestellt werden und zu einer gemeinsamen Wallfahrt nach Rom aufbrechen.

Die Pilgerfahrt führte per Schiff nach Rom. Dort schlossen sich ihnen der (nicht historisch belegte) Papst Cyriacus sowie (in einigen Versionen der Legende) einige Bischöfe und Kardinäle an. In einem Traum wurde Ursula das Martyrium verkündet. In Köln wurden alle Pilger von den Hunnen getötet, die die Stadt belagerten. Der Prinz der Hunnen verliebte sich allerdings in Ursula und bot ihr an, sie zu verschonen und zu heiraten. Als sie ablehnte, tötet er sie durch einen Pfeilschuss.

Die Zahl 11 000 geht vermutlich auf einen Lesefehler zurück. In frühen Quellen ist von nur elf Jungfrauen die Rede. Wahrscheinlich wurde die Angabe „XI.M.V.“ statt als „11 martyres virgines“ fälschlich als „11 milia virgines“ gelesen.

Herkunft des Namens: „kleine Bärin“ (lateinisch) oder: „kleines Schlachtross“ (germanisch)