07.09.2012

27. September

Vinzenz von Paul

Vinzenz von Paul

Geschichte: Der heilige Vinzenz von Paul (1581 bis 1660) gilt als Begründer der neuzeitlichen Caritas. Er studierte Theologie in den südfranzösischen Städten Dax und Toulouse und wurde im Jahr 1600 zum Priester geweiht. Der strebsame junge Mann wollte Karriere machen, suchte aber vergeblich nach einer Anstellung. 1608 kam er nach Paris – in der Hoffnung, hier endlich auch finanziell Boden unter die Füße zu bekommen. In Paris vollzog sich eine innere Wandlung: durch die Begegnung mit den Ärmsten der Gesellschaft, persönliche Krisen und nicht zuletzt dank der Freundschaft zum Pariser Oratorium, einer Wohn- und Lebensgemeinschaft von Priestern. 

Vinzenz von Paul wurde ein hingebungsvoller Pfarrer in Clichy, setzte sich für Arme und Kranke ein, wurde später der Hauskaplan Margaretes von Valois, der geschiedenen Gattin Heinrichs IV., sowie Hauslehrer und Hauskaplan bei der adeligen Familie de Gondi. Er begleitete diese Familie auf ihre verschiedenen Güter und lernte dabei die seelsorgliche Not der Landbevölkerung kennen. Um Abhilfe zu schaffen, begann er, in den Pfarreien zu predigen und zu missionieren. Bald fand er Helfer, und 1625 entstand daraus die Kongregation der Mission, auch Lazaristen oder „Vinzentiner“ genannt.

1617 gründete er in der Pfarrei Châtillon-les-Dombes (heute Châtillon-sur-Chalaronne) die „Bruderschaft der Damen der christlichen Liebe“, eine karitative Frauenvereinigung, die sich um Arme und Kranke sorgte.

Den Damen wurde die Arbeit in den Caritasgruppen, vor allem in Paris, bald zu viel und zu schwer, so dass junge Landmädchen als Helferinnen angestellt wurden. Louise de Marillac, eine enge Mitarbeiterin von Vinzenz von Paul, nahm sich dieser Helferinnen an, und allmählich wurde daraus die Gemeinschaft der Töchter der christlichen Liebe.

Herkunft des Namens: „der Siegende“ (lateinisch)