29.06.2015

Wohlfahrtsverband bereitet Chronik vor

Wer kann der Caritas helfen?

Der Diözesan-Caritasverband feiert im Mai 2016 sein 100-jähriges Bestehen und wird aus diesem Anlass eine Chronik veröffentlichen. Weil es aus den ersten 30 Jahren nur wenig Material gibt, bittet die Caritas um Hilfe.

 

Hermann Queckenstedt (v.l.) mit Caritasdirektor Franz Loth, Historiker Christian
Schwertmann und Caritasreferent Harald Langner. Foto: Matthias Petersen

Harald Langner, beim Diözesan-Caritasverband auch für das Archiv zuständig, hält ein altes Schriftstück in den Händen. Es ist die erste Satzung des Verbandes, der vor fast 100 Jahren gegründet wurde. Sie trägt die Unterschrift von Bischof Wilhelm Berning, der am 23. Mai 1916 die Caritas gründete. „Solche Schätze haben wir in den vergangenen Jahren in unserem Archiv gefunden“, sagt Langner. Als der Keller durchforstet wurde, stellten sich aber auch Lücken heraus: „Die Gründungsurkunde gibt es zum Beispiel nicht mehr.“

Die Caritas, die als Wohlfahrtsverband anderen Menschen hilft, ist deshalb selbst auf Hilfe angewiesen. „Wir hoffen darauf, dass uns Dokumente zur Verfügung gestellt werden, die vielleicht aus Nachlässen von Menschen stammen, die sich vor 1946 für die Caritas engagierten – haupt- oder ehrenamtlich“, sagt Caritasdirektor Franz Loth. Er hoffe auch auf zufällige Funde auf Dachböden oder in Kellern. Die Caritas wolle solches Material nicht unbedingt behalten. „Wir hätten aber gerne Kenntnis davon.“

Solche Funde würden wiederum die Arbeit von Christian Schwertmann erleichtern. Der Historiker wird eine Chronik erstellen, die zum Jubiläum vorliegen soll. Grundlage dafür war die Arbeit von Martin Brune, Mitarbeiter des Diözesanarchivs. Er hat das bestehende Caritasarchiv in den vergangenen fünf Jahren gesichtet, sortiert und ein Findbuch erstellt. Hermann Queckenstedt, Chef des Diözesanarchivs, überreichte es jetzt symbolisch an den Caritasdirektor.

Matthias Petersen

Wer Schriftstücke oder Fotos hat, die die Arbeit der Caritas vor 1946 dokumentieren, kann sich bei Pressesprecher Roland Knillmann melden. Telefon 05 41/34 97 81 51; E-Mail: rknillmann@caritas-os.de