24.10.2012

8. November

Willehad von Bremen

Willehad von Bremen

Geschichte: Willehad wurde vermutlich in einem Kloster erzogen und dann an der Domschule in York ausgebildet. Im Jahr 765 ließ er sich von einer Synode, die König Alhred von Northumbrien einberufen hatte und die die Missionierung der Friesen und Sachsen beschloss, entsenden. Als Priester kam er 772 nach Friesland und war zunächst in Dokkum tätig, wo 20 Jahre zuvor Bonifatius erschlagen wurde. Auch Willehad entkam nur mit Glück einem Mordanschlag. 780 wurde er von Karl dem Großen zur Mission unter den Sachsen in das Gebiet zwischen Weser und Ems geschickt, wo Willehad Priester ernannte und Kirchen erbaute. Beim Sachsenaufstand unter Herzog Widukind (Wittekind) 782 musste er aber fliehen.

Willehad ging 782 nach Rom, war dann für zwei Jahre im Kloster Echternach, mit dessen Abt Beornrad und dessen Gründer Willibrord er verwandt war. Nach der Bekehrung Widukinds 785 setzte er seine Missionsarbeit an der Weser fort. In Worms 787 zum Bischof geweiht, ging er nach Bremen, das das erste Bistum auf sächsischem Boden wurde, und weihte dort 789 den Dom.

Bischof Ansgar erhob 860 Willehads Gebeine, übertrug sie in den neuen Bremer Dom und verfasste ein Verzeichnis der von Willehad gewirkten Wunder. Ihm wurden 18 Kirchen und Kapellen vom Norden Jütlands bis ins südliche Niedersachsen geweiht. Zusammen mit Karl dem Großen gilt er als Gründer der Stadt Bremen.

Herkunft des Namens: „der willensstarke Kämpfer“ (althochdeutsch)