24.10.2012

7. November

Willibrord

Willibrord

Geschichte: Willibrord wurde im Jahre 658 in Northumbrien/England geboren. Im Alter von 20 Jahren zog es ihn nach Irland, auf die „Insel der Heiligen“, wo er sich im Kloster Rathmelsigi einer strengen Askese unterwarf. Im Jahr 688 wurde er zum Priester geweiht. Vom Geist der „peregrinatio“ durchdrungen, jenem mystischen Verlangen, auf die irdische Heimat zu verzichten, um den Heidenvölkern das Evangelium zu verkünden, setzte Willibrord mit elf Gefährten zum europäischen Kontinent über. Dort wollte er dem Volk der Friesen, das sich bis dahin der Evangelisierung widersetzt hatte, den christlichen Glauben bringen.

Sein Missionswerk unternahm Willibrord mit klugem Pragmatismus. Er suchte zunächst den Schutz Pippins II., der den Frisenkönig Radbod über den Rhein zurückgedrängt hatte, und reiste zwei Mal nach Rom. Dort wurde er von Papst Sergius I. zum Erzbischof von Utrecht geweiht. Willibrord wurde vom fränkischen Adel reichlich mit Gütern beschenkt, so dass er viele Kirchen und Klöster errichten konnte. Unter anderem erhielt er ein großes Anwesens in Echternach. So konnte Willibrord dort ein Kloster gründen, in das er sich gern zurückzog, um seine Missionsreisen im unruhigen Friesland bis nach Dänemark und Thüringen vorzubereiten.

Über das Lebensende Willibrords ist weniger bekannt. Bevor er im Alter von 81 Jahren starb, hatte er seine Nachfolge geregelt und seine reichen Besitztümer aufgeteilt.

Herkunft des Namens: „Wille und Speer“ (angelsächsisch)