02.03.2017

Neue Angebot der Stadtpastoral Lingen

Willkommen im „Turmzimmer"

Die Stadtpastoral in Lingen will demnächst noch mehr Angebote machen. Motto: „Kirche Leben in Lingen.“ Dafür gibt es bald einen kleinen Raum in der St.-Bonifatius-Kirche. Ehrenamtliche Helfer werden noch gesucht.

 

Holger Berentzen freut sich auf Gäste im Lingener „Turm-
zimmer". Foto: Petra Diek-Münchow

Holger Berentzen ordnet Flyer und Prospekte in den Schriftenstand, rückt den Büchertisch zurecht und legte Infokarten auf die Ladentheke. Auf der steht vorne in großen Lettern das neue Logo der Stadtpastoral: „Kirche Leben in Lingen“. Eine große Sieben zieht sich hindurch – genau wie durch das Fenster, welches das kleine „Turmzimmer“ in St.-Bonifatius vom Kirchenschiff abtrennt. Doch nicht nur deshalb taucht diese Zahl in dem Schriftzug auf. „Sieben ist eine heilige, eine symbolische Zahl“, sagt Berentzen. „In der Sieben begegnen sich Himmel und Erde.“

Der Dekanatsreferent für das südliche Emsland baut mit einem ehrenamtlichen Arbeitskreis die Stadtpastoral in Lingen weiter aus. „Es gibt schon gute Angebote“, sagt er und nennt zum Beispiel das Taizégebet, die regelmäßigen Trauergottesdienste, die Gebetszeit am Mittwochabend oder eine besondere „Mittagspause“ mit literarischen Texten. Was bisher fehlte, war ein fester Standort – ein Anlaufpunkt für Gäste. Wie jetzt das „Turmzimmer“, ein kleiner Raum vorne links in der St.-Bonifatius-Kirche. Jeder, der in der Burgstraße vorbeikommt, bekommt hier bald einen frischen Kaffee, hilfreiche Informationen, gute Gespräche und bei Bedarf auch ein Buch oder eine schöne Kerze.

Ab wann und zu welchen Zeiten der Raum regelmäßig geöffnet sein wird, hängt auch davon ab, wie viel ehrenamtliche Helfer Holger Berentzen für die Stadtpastoral gewinnen kann. Bisher arbeiten Bernward Rusche, sein Vorgänger im Amt, und zwei Ordensschwestern mit. Berentzen sucht aber noch mehr Leute, die sich für das Thema begeistern können: mit verschiedenen Talenten, gern mit ungewöhnlichen Ideen. Denn Stadtpastoral bedeutet für den Dekanatsreferenten, Kirche nach „draußen“ zu bringen, gewohnte Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren.

Die Stadtpastoral führt Menschen zusammen

Einige Ideen hat Berentzen schon. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Krankenhaus, Bank oder Rathaus jeweils einen Projektchor bilden und ihre Lieder in einem Konzert aufführen? Da könnte dann der Chef neben dem Azubi singen. „Die Stadtpastoral würde dadurch Menschen zusammenführen, die sich auf einmal neu erleben.“ Eine andere Idee ist ein Rundgang durch Lingen – vorbei an Stationen, die von den „Kardinalstugenden“ erzählen: Glaube, Hoffnung, Liebe.

Das „Turmzimmer“ soll solche Ideen beflügeln. Allerdings wird der Raum keine Dauerlösung sein, macht Berentzen deutlich. Langfristig strebt er ein Domizil mit mehr Platz, mit mehr Möglichkeiten an. „Das ist der Start, wir fangen erst mal an“, sagt er und rückt die Theke zurecht.

Petra Diek-Münchow

 

Zeit für Gebet
„Zeit für das Gebet“ findet jeden Mittwoch von 17 bis 18.30 Uhr in der St.-Bonifatius-Kirche, Burgstraße, in Lingen statt. Das nächste Taizégebet ist am 15. März um 19 Uhr. Wer bei der Stadtpastoral mitarbeiten möchte, kann sich bei Holger Berentzen melden. E-Mail: holger.berentzen@bistum-osnabrueck.de