08.07.2020

Diözesanmuseum Osnabrück

Eine Kostbarkeit zur Wiedereröffnung

In wenigen Tagen öffnet das Osnabrücker Diözesanmuseum wieder seine Türen. Aus diesem Anlass gibt es eine Besonderheit aus nächster Nähe zu sehen: den restaurierten Reginenschrein, der sich sonst im Hochaltar befindet.

Uwe Schuchardt aus Hildesheim hat den Schrein restauriert. Foto: Hermann Queckenstedt

Vor 19 Jahren konnten die Besucher des Diözesanmuseums den Reginenschrein zum letzten Mal aus nächster Nähe sehen. Damals wurde er geöffnet und sein Inhalt wurde untersucht. Reliquien der heiligen Regina, die 866 nach Osnabrück gekommen sein könnten. In der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts soll Regina in Alesia (Frankreich) den Märtyrertod erlitten haben. Restaurator Uwe Schuchardt aus Hildesheim hat 2001 wie heute Hand angelegt an den größten mittelalterlichen Reliquienschrein des Osnabrücker Doms. Mühsam hat er die kleinen Felder des 120 mal 90 Zentimeter großen Schreins gereinigt.

Am Dienstag, 14. Juli, öffnet das Museum zum ersten Mal seit der Corona-Zwangspause wieder seine Türen. Dienstags bis freitags sind Besichtigungen zwischen 10 und 18 Uhr möglich, sonntags von 13 bis 18 Uhr. Bis zum Ende der niedersächsischen Sommerferien ist der Eintritt frei. Der Schrein wird im Sonderausstellungsraum bis Ende September zu sehen sein.

Exklusive Führungen sind samstags möglich

Weil Führungen aber nicht stattfinden dürfen, haben sich die Museumsmitarbeiter um ihren Direktor Hermann Queckenstedt etwas Besonderes einfallen lassen: Samstags, wenn das Museum geschlossen ist, kann ein außergewöhnlicher Kunstgenuss gebucht werden. Personen, die alle aus einem Hausstand stammen, können sich exklusiv mit einem Museumsführer auf den Weg machen. Anmeldungen dazu sind telefonisch möglich unter 05 41/31 84 81. Kosten: 40 Euro. 

Damit das Museum öffnen kann, ist die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln notwendig. Dazu gehört verpflichtend der Mund-Nase-Schutz, die vorgeschriebenen Abstände sind einzuhalten, außerdem verweist das Museum auf die Nies- und Hustenetikette sowie auf die Notwendigkeit der Händedesinfektion. 

Matthias Petersen