12.05.2021

Christliches Radio soll gefördert werden

Hohe Spendensumme für afrikanische Länder

Der christliche Sender Radio Horeb aus Balderschwang im Oberallgäu hat bei einer der bundesweit größten Radio-Spendenaktionen mehr als 3,2 Millionen Euro für Afrika sowie für weitere Projekte gesammelt. Der niedersachsenweit höchste Betrag  kam aus dem Osnabrücker Land.

Bischof Jean-Pierre Kwambamba Masi aus Kenge in der Demokratischen Republik Kongo, Programmdirektor Pfarrer Dr. Richard Kocher und Jean Paul Kayihura freuen sich über die Spenden. Foto: Radio Horeb

Über 11.000 Euro kamen im Osnabrücker Land zusammen, als der christliche Sender Radio Horeb bei einer der bundesweit größten Radio-Spendenaktionen für Afrika sowie weitere Projekte sammelte. 3550 Euro wurden alleine in Hasbergen gespendet. Ein 99-Jähriger aus Osnabrück spendete zudem 1000 Euro. Radio Horeb hat auch im Osnabrücker Land eine Regionalgruppe, die sich regelmäßig trifft und über den Sender sowie sein Programm informiert. Insgesamt haben sich bundesweit über 10.000 Spender aus allen Teilen Deutschlands am Mariathon beteiligt. Bischof Jean-Pierre Kwambamba Masi aus Kenge in der Demokratischen Republik Kongo bedankte sich in Balderschwang für das Engagement aller Beteiligten.

Bei dem dreitägigen Spendenmarathon wurden Fördergelder für den Auf- und Ausbau christlicher Radio-Maria-Stationen in den afrikanischen Ländern Demokratische Republik Kongo, Südsudan und Sambia gesammelt. Dazu gehört auch die Finanzierung einer Lizenz für die satellitengestützte Programmverbreitung in ganz Afrika und die Unterstützung der afrikanischen Radio-Maria-Stationen während der Corona-Pandemie. Die Radiostationen engagieren sich für Friedensarbeit, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheitsaufklärung und religiöse Vertiefung. Sie sind auf dem großen Kontinent für Geistliche oft die einzige Möglichkeit, die Menschen zu erreichen. Über die Radio-Programme lässt sich Hoffnung aus dem Glauben vermitteln, aber zum Beispiel auch Schulunterricht erteilen.

Zum Mariathon waren viele Gäste nach Balderschwang gekommen, darunter Bischof Jean-Pierre Kwambamba Masi (Bistum Kenge / Demokratische Republik Kongo) sowie Vertreter der Radio-Maria-Weltfamilie. Sie informierten während der drei Tage laufend über die Situation in den Projekt-Ländern. Zudem gab es Live-Zuschaltungen und Gottesdienstübertragungen aus Afrika sowie afrikanische Musikdarbietungen.

Neben den Förderprojekten in Afrika stand der Aufbau einer Radiostation im Libanon und ein zweites Studio mit einer zusätzlichen Frequenz im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima auf der Liste. Alle Spendengelder kommen direkt den Projekten zugute, koordiniert durch die Weltfamilie von Radio Maria mit Sitz im italienischen Erba, nördlich von Mailand.

Radio Maria ist ein Verbund von über 85 unabhängigen privaten katholisch geprägten Radiosendern weltweit, zu dem auch Radio Horeb als deutsche Radio-Maria-Station gehört. Radio Horeb hat seinen Sitz in Balderschwang und weitere Standorte in München, Ravensberg  und Kevelaer am Niederrhein.

Bundesweit empfangbar ist der Sender über DAB+, Satellit, Internet, Phonecast, diverse Sprachassistenten, die Horeb-App auf Smartphones. Das Radio hat rund 60 haupt- und 1.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Programmdirektor ist Pfarrer Richard Kocher.

dm