22.05.2019

Großer Neubau geplant

Mehr Platz für das Marienhospital

Das Osnabrücker Marienhospital (MHO) soll weiter modernisiert werden. Geplant ist ein 10.000 Quadratmeter großer Neubau, der ausreichend Fläche bietet für medizinische Funktions- und Pflegebereiche.

Planskizze des Neubaus mit Blick auf den neue Haupteingang des MHO. Die endgültige Ausgestaltung kann sich noch verändern. Skizze: Architekten BKSP

Eine neue Zentrale Notaufnahme, ein neuer Operationsbereich, eine neue Intensivstation inklusive Intermediate-Care-Einheit, zwei weitere Allgemeinstationen und eine neue Technikzentrale sollen entstehen. „Wir wollen das MHO zukunftsfähig machen und unsere Patienten optimal versorgen“, sagt Krankenhausdirektor Johannes Düvel.

Um die Abläufe zu optimieren, müsse sich das Krankenhaus auch baulich verändern, erklärt Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken. Eine externe Schwachstellenanalyse habe ergeben, dass für eine Neustrukturierung die vorhandenen Immobilien um einen 10.000 Quadratmeter großen Neubau erweitert werden müssten. Daraus wurde ein Raum- und Funktionsprogramm erarbeitet, das Vorgabe für die Architekten sein sollte. In einem vom MHO ausgelobten europaweiten Ideenwettbewerb hatten zwölf Architekturbüros schließlich die Aufgabe, einen Masterplan zur Neustrukturierung zu entwickeln.

Knifflig dabei: Die baulichen Veränderungen müssen im Klinikareal unter Vorgaben des bestehenden Bebauungsplans 73 und unter Berücksichtigung der besonderen städtebaulichen Bedingungen umgesetzt werden. In der Nähe des MHO befinden sich Baudenkmale wie die Kirche St. Johann, das Pfarrhaus (Johannisfreiheit), das Neustädter Rathaus (Johannisstraße) und die ehemalige Textilfabrik Wehrmeyer u. Co. (Detmarstraße), die wegen des Denkmalschutzes nicht beeinträchtigt werden dürfen, etwa durch zu hohe Neubauten.

Die Preisträger des Ideenwettbewerbs gingen dann in das VgV-Verfahren (Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge). Am Ende entschied sich die Bewertungskommission für das Konzept des Büros Architekten BKSP aus Hannover. Dieses sieht einen fünfstöckigen Neubau vor dem aktuellen Haupteingang vor, von dort würde er bis zum alten Haupteingang (Johannisstraße) reichen und das Haus H ersetzen. Die fünf Ebenen bieten Platz für die medizinischen Funktions- und Pflegebereiche. Die Gebäudeteile wären alle miteinander verbunden. Der Entwurf der Hannoveraner Architekten überzeugte vor allem wegen seiner Funktionalität. (kb)

Die Wettbewerbsarbeiten der Architektenbüros sind am 29. Juni im Bildungszentrum St. Hildegard, Detmarstraße 4, im Hörsaal im Erdgeschoss zu sehen. Die öffentliche Ausstellung ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Der eingefärbte Baukörper ist der geplante Neubau.