05.09.2019

Kirche, Begegnung und Seelsorge in Lingen

Mehr Raum für die Stadtpastoral

Direkt in der Fußgängerzone hat die Lingener Stadtpastoral nun einen neuen Raum. Ein Team von 20 Frauen und Männern bietet dort Informationen über die Kirche, Begegnung und Seelsorge an.

Freuen sich auf Gäste im neuen Büro der Lingener Stadtpastoral: Wera Hoffmann (v.l.) Holger Berentzen, Günter Oberthür und Bernward Rusche. Foto: Petra Diek-Münchow

Große Straße 6 – das ist die neue Adresse von „KIRCHE LEBEN in Lingen“. Das Team der Stadtpastoral findet den Standort genau richtig: in der Fußgängerzone, nur ein paar Meter vom Marktplatz entfernt, neben dem Weltladen. Hier flanieren viele Menschen vorbei, wenn sie einkaufen wollen, zum Krankenhaus oder zum alten Rathaus gehen. Daher freut sich Holger Berentzen über den Umzug: „Kirche muss für die Menschen da sein – da, wo sie sind“, sagt der Dekanatsreferent, der mit halber Stelle auch für die Stadtpastoral zuständig ist.Bisher gab es dafür das kleine „Turmzimmer“ in der St.-Bonifatius-Kirche. Schon länger hatte Berentzen nach einem zentraleren Ort gesucht – was wegen der oft hohen Mieten in der Innenstadt nicht ganz einfach war.

Auf 25 Quadratmetern gibt es in dem früheren Ladenlokal nun mehr Platz für Informationen, Begegnung und Seelsorge. Besucher erfahren hier, was katholische und evangelische Kirchengemeinden in Lingen anbieten. Sie können in Ruhe einen Kaffee trinken und dabei Zeitung lesen, christliche Karten und Bücher kaufen. Sogar Gebetswürfel und Christophorus-Plaketten für Fahrräder gehören zu dem kleinen Sortiment. Auch kleinere Ausstellungen oder Lesungen sollen hier stattfinden.

Aber vor allem bietet das Team Gespräche an. Über Gott und die Welt, über die Kirche – über alles, was den jeweiligen Gast gerade freut oder belastet. Eine geschützte Ecke gibt Raum auch für Vier-Augen-Gespräche. Schon bisher ist das gut angenommen worden, berichten Wera Hoffmann und Bernward Rusche. Regelmäßig kommen Menschen zur Stadtpastoral, weil sie wissen: Hier hat einer Zeit für mich, hier hört mir jemand zu.“

Stadtpastoral sucht weitere Ehrenamtliche

Hoffmann und Rusche zählen zu den zehn ehrenamtlichen Helfern, die viele Stunden Zeit für die Besucher mitbringen. Aber auch mehrere Hauptamtliche wie zum Beispiel Günter Oberthür (Krankenhausseelsorger und Referent für Altenpastoral) machen mit – weil ihnen die Citypastoral wichtig ist.

Vorerst öffnen die Mitarbeiter den neuen Raum immer dann, wenn in Lingen Wochenmarkt ist – am Mittwoch- und Samstagvormittag. Viele Menschen kommen dann in die Fußgängerzone, der Markt ist beliebt. Und von dort sind es nur ein paar Schritte bis zur Großen Straße 6. Auf Dauer möchte das Team die Öffnungszeiten aber auf weitere Tage ausdehnen. Um das zu ermöglichen, werden noch weitere ehrenamtliche Helfer gesucht.

Petra Diek-Münchow

Wer bei der Stadtpastoral mitarbeiten möchte, kann sich bei Holger Berentzen melden: Telefon 05 91/96 49 72 21, E-Mail: holger.berentzen@bistum-osnabrueck.de