09.11.2020

Nach Hurricane Eta

Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen

Nachdem der Wirbelsturm "Eta" zu schweren Erdrutschen und Überschwemmungen in Mittelamerika geführt hat, sind Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen. Die Katstrophe trifft die Region in einer ohnehin prekären Lage. 

Eine zerstörte Straße in Honduras. Dort hat der Wirbelsturm Eta für heftige Überschwemmungen gesorgt.
Eine überschwemmte Gemeinde in Honduras. Auch dort wütete der Wirbelsturm Eta. 

Millionen von Menschen in Zentralamerika sind nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) von den Folgen des Wirbelsturms "Eta" betroffen. Tausende mussten ihre Häuser verlassen, teilte die Hilfsorganisation in Berlin mit. Dörfer seien teils vollständig unter Schlammmassen begraben worden.

Das DRK unterstütze die Schwestergesellschaften vor Ort bei der Nothilfe, hieß es weiter. Im Fokus stünden zunächst die Rettung, medizinische Versorgung und sichere Unterbringung der betroffenen Menschen, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Kommunikation und Zugang würden jedoch erschwert, da viele Gebiete in abgelegenen Regionen betroffen seien. Zudem seien Straßen, Brücken und Stromleitungen vielerorts zerstört worden.

Die Katastrophe treffe Mittelamerika in einer ohnehin prekären Lage, sagte Reuter. Durch Quarantäne und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus kämpften viele Menschen mit Verdiensteinbußen. Geschäfte seien geschlossen, Gesundheitssysteme überlastet.

Unterdessen rief Papst Franziskus zur Unterstützung der betroffenen Menschen auf. Der Wirbelsturm habe "viele Opfer gefordert und beträchtliche Schäden verursacht, die durch die ohnehin schon schwierige Lage der Pandemie noch verschlimmert wurden", sagte das Kirchenoberhaupt.

Der Hurrikan Eta sorgte in den vergangenen Tagen für schwere Erdrutsche und Überschwemmungen in Mittelamerika. Laut Rotem Kreuz starben allein in Guatemala über 150 Menschen. Eta, der die Länder Nicaragua, Honduras, Guatemala, Panama und Costa Rica traf, ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der ufenden Saison. So viele gab es bisher nur 2005. Am Sonntag traf Eta auf die Südwestküste Kubas. 

kna