10.06.2021

Messdiener-Zählung verschiebt sich

Das "Mini"-Mobil setzt langsam Staub an

Eine geplante Zählung der Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig am Altar stehen, muss noch aufgeschoben werden. Messdienerreferent Timo Hilberink sorgt aber dafür, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt.

Die Corona-Pandemie hat auch die Einsätze der Messdiener und die Arbeit vor Ort stark geprägt. Foto: kna/Harald Oppitz

Alle fünf Jahre zählen die acht nordwestdeutschen Bistümer ihre Messdienerinnen und Messdiener. Geplant war die erneute Umfrage für 2020 gewesen, wegen der Corona-Krise aber verschoben worden. Und auch jetzt möchte Timo Hilberink, Referent für Ministrantenpastoral im Seelsorgeamt, die für Juni angedachte Erhebung voraussichtlich in den Frühherbst schieben – falls dann dank sinkender Infektionszahlen und nach den Sommerferien die Messdienerarbeit in den Kirchengemeinden wieder richtig angelaufen ist. Adressaten der Umfrage sind die Hauptamtlichen in den Kirchengemeinden – in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ehrenamtlichen.

Bei der letzten Umfrage 2015 standen am Ende 11 336 junge Messdiener und 1227 erwachsene Messdiener in der Statistik. Aber es geht bei der Aktion laut Hilberink nicht nur um nackte  Zahlen. Er möchte zum Beispiel auch abfragen, wie die Messdienerarbeit in den Gemeinden organisiert ist, wer sich dafür engagiert und welche Angebote den Kindern und Jugendlichen  gemacht werden. Aus den Antworten können sich Anregungen ergeben, wie Hilberink die Teams vor Ort noch effektiver begleiten kann. So sind nach der Umfrage 2015 unter anderem regionale Vernetzungstreffen eingeführt und ein diözesaner Arbeitskreis („Mini-AG“) gegründet worden.

"Ein bisschen die Handbremse lösen"

Auch von der neuen Umfrage in diesem Jahr erhofft sich Hilberink Impulse für die künftige Messdienerarbeit. Die war vor allem im vergangenen Jahr und ist auch jetzt noch von der Corona-Pandemie geprägt. Zuerst konnten die Jungen und Mädchen ihren Dienst gar nicht ausüben, dann meist nur eingeschränkt und auch Gruppentreffen oder gemeinsame Ausflüge waren kaum möglich. „Das Ministranten-Mobil war gar nicht im Einsatz und setzt langsam Staub an“, sagt Timo Hilberink.

Trotzdem hat der Referent über alle Monate hinweg versucht, mit den verantwortlichen Teams in den Gemeinden in Kontakt zu bleiben. Regelmäßig hat er zum Beispiel Informationen, Ideen, Arbeitshilfen und Vorschläge im Internet veröffentlicht oder verschickt. Im vergangenen Jahr hat er zudem mit allen Pfarreiengemeinschaften Telefonate geführt. 

Mit den sinkenden Infektionszahlen ermuntert er jetzt die Teams, die Messdienergruppen mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wieder zu reaktivieren, nicht zu lange damit zu warten und „ein bisschen die Handbremse zu lösen“. Dazu will er ebenfalls bald passende Tipps veröffentlichen.

In seinem Kalender stehen bereits neue Termine. Zum Beispiel das erste Austauschtreffen für ehrenamtlich Engagierte Anfang Juli und ein bistumsweiter „Mini-Tag@home“ Anfang Oktober. Die „Mini-AG im Bistum Osnabrück“ wird diesen Aktionstag organisieren, den Ministranten digital vernetzt mit anderen Gruppen durchführen können. Genaue Infos soll es noch vor den Sommerferien geben.

Petra Diek-Münchow

 

Zur Sache

In einigen Kirchengemeinden engagieren sich erwachsene Ehrenamtliche für Messdienerinnen und Messdiener: als Küsterin oder Küster, als Elternteil oder aus persönlichem Interesse. Zum ersten Mal bietet das Bistum für sie ein Treffen zum Austausch, für Infos und Beratung an: am Samstag, 3. Juli, von 10 bis 16 Uhr, im Pfarrheim in Haselünne. Durch den Tag begleiten Andrea Menger (Dekanatsjugendreferentin Emsland-Süd) und Timo Hilberink (Referent für Ministrantenpastoral Osnabrück). 

Anmeldungen sind möglich bis zum 20. Juni per E-Mail: messdiener@bistum-os.de