10.04.2019

Aktion in der Fastenzeit

Mit Rosinenbrot in Nairobi helfen

Unter dem Motto „Solibrot schmeckt gut und tut gut“ unterstützt der Frauenbund zusammen mit mehreren Bäckereien die Fastenaktion von Misereor. Mit dabei ist auch die Bäckerei Watermann in Papenburg.

Bäckermeister Hermann Watermann (rechts) mit Mitarbeitern sowie Helen Schulte vom Frauenbund. Foto: Klaus Dieckmann

Rosinenbrot und ein Roggenmischbrot mit Chiasamen – im Sortiment einer Bäckerei eigentlich kein außergewöhnliches Angebot. Bei diesen Broten geht allerdings ein Teil des Verkaufspreises an Misereor. Ein Euro ist es bei Watermann, der von jedem verkauften Solibrot dem Hilfswerk zugutekommt.

Das sei schon bemerkenswert, würdigt Helen Schulte, Vorsitzende des Papenburger Frauenbund-Zweigvereins (KDFB) das Engagement der Familie Watermann. Überwiegend betrage der Spendenanteil für Misereor 50 Cent vom Verkaufspreis. Für drei Euro bietet die Papenburger Bäckerei ihre Solibrote an. Jeweils 500 Gramm bringen Rosinen- und Roggenmischbrot auf die Waage. Noch bis Karsamstag hat Bäckermeister Hermann Watermann sie im Sortiment. Spezielle Tüten, Plakate und Spendenboxen auf dem Ladentresen weisen auf die Aktion hin. Die Auswahl der beiden Brotsorten habe sich bewährt, sagt er.

Die Benefizaktion wird seit 2013 gemeinsam von KDFB-Bundesverband und Misereor  getragen. Auch der Diözesanverband Osnabrück war seinerzeit erstmals dabei. Mit den Spenden aus dem Solibrot-Verkauf unterstützt Misereor Frauen und Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Die Zweigvereine im Bistum haben sich die Förderung eines Misereor-Projekts unter dem Titel „Mädchen auf der Straße: Hilfe für die Ärmsten“ in der kenianischen Hauptstadt Nairobi auf die Fahnen geschrieben. Im vergangenen Jahr konnte der Diözesanverband 2500 Euro an Misereor übergeben. Bundesweit verzeichnete der KDFB im Jahr 2018 mit 96.387,01 Euro ein Rekordergebnis beim Spendenaufkommen.

Auch in Papenburg finde die Solibrot-Aktion wachsenden Zuspruch, berichtet Helen Schulte. So wird auf Anregung des Frauenbundes während der Fastenzeit beim Kirchencafé in St. Antonius statt Plätzchen und Keksen Solibrot gereicht. Außerdem sind die Frauen selbst beim Verkauf aktiv. So boten sie an kleinen Ständen im Eingangsbereich der Kirchen der Pfarrei im Anschluss an die Gottesdienste Solibrote an.

Klaus Dieckmann