07.08.2018

Staatsanwaltschaft geht von Brandstiftung aus

Mitpatient unter Verdacht

In einem Patientenzimmer des Franziskus-Hospitals Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken brach am vergangenen Freitagabend ein Feuer aus. Dabei kam ein 78-jähriger Patient ums Leben. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hält Brandstiftung für sehr wahrscheinlich.


 

Im Franziskus-Hospital Harderberg hat es auf der Station K3 gebrannt. Die Staatsanwaltschaft geht von Brandstiftung aus. Foto: Niels-Stensen-Kliniken

Nach aktuellem Stand schließen die Ermittler einen technischen Defekt als Brandursache nahezu aus. Unter dem Verdacht der Brandstiftung steht ein 56-jähriger Patient. Dieser war gemeinsam mit dem 78-Jährigen in dem betroffenen Zwei-Bett-Zimmer untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft ist der 56 Jahre alte Zimmergenosse dringend verdächtig, den Brand gelegt zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe das Amtsgericht Osnabrück die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.
 
Die Obduktion des Leichnams hat laut Staatsanwaltschaft ergeben, dass der 78-Jährige an den Folgen des Brandes gestorben ist.
 
„Auch wenn die Behörden weiter ermitteln, stehen wir dem, was sich andeutet, erschüttert gegenüber“, sagt Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken. „Wir wünschen den Hinterbliebenen in dieser Situation viel Kraft und sind in Gedanken bei ihnen.“
 
Die Aufräumarbeiten am Franziskus-Hospital Harderberg gehen unterdessen weiter. Die betroffene Station K3 soll am Donnerstag wieder in Betrieb genommen werden. Ausnahme ist das Zimmer, in dem es gebrannt hat; dieses muss in den kommenden Wochen komplett saniert werden. (kb)