13.01.2022

Johannes-Voetlause-Preis 2022

Sie setzen sich für das Land ein

Zwei Vereine aus Vrees und Bad Laer sowie ein Jugendverband in der Diözese Osnabrück sind jetzt mit dem Johannes-Voetlause-Preis geehrt worden. Die Auszeichnung ist ein Dank für den ehrenamtlichen Einsatz im ländlichen Raum.

Preisverleihung im Bereich Frauen: Maria Nesemeyer, Elisabeth Heringhaus (sie nominierte die beiden Preisträgerinnen) und Hildegard GlosemeyerHinten (vordere Reihe v.l.) sowie Johannes Nesemeyer, Michael Schmitt (1. Vorsitzender des Hospizvereins Bad Laer e.V.) und Wilhelm Glosemeyer (hintere Reihe v.l.). Foto: KLVH

Eine Jury aus Vertretern von Verbänden im ländlichen Raum hat die Träger des Johannes-Voetlause-Preises 2022 ermittelt. Preisträger sind der Verein „Wir für Euch – Altwerden in Vrees“ in der Kategorie Gemeinwesen, die Arbeitsgemeinschaft Politik und Gesellschaft der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Osnabrück in der Kategorie Jugend sowie die Vereinsgrün­derinnen Maria Nesemeyer und Hildegard Glosemeyer aus Bad Laer in der Kategorie Frauen. 

Der Vreeser Verein „Wir für euch“ hat sich das Ziel gesetzt, die Altenhilfe in der Gemeinde zu fördern. Die ehrenamtlichen Mitglieder unterstützen die Tagesbetreuung der Bewohner im Bürgerhaus und im ambulanten Pflegehaus, übernehmen Fahrdienste und arbeiten beim präventiven Bewegungskonzept für Senioren mit. Der Verein ist eine tragende Säule, um älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und eigenständiges Leben mitten im Dorf zu ermöglichen.

Unter dem Titel „#VerantwortJung – Politik braucht junge Leute“ organisierte die KLJB eine Kampagne, um über die Kommunalwahl im September 2021 zu informieren. Erklärtes Ziel war, 30 Personen unter 30 Jahren für eine Kandidatur zu motivieren. Hierzu erdachte die AG Aktionen auf Social-Media-Kanälen, lud Politiker zum Diskussionsabend, veranstaltete Workshops für junge Kandidaten und rief Erstwähler auf, ihr Stimmrecht zu nutzen. Die Kampagne war erfolgreich: Mehr als 270 junge Leute kandidierten für ein politisches Mandat.

Preisverleihung im Bereich Jugend: Hausleiter Johannes Pott, Michael Westermann, Jonas Gels (beide von der AG PuG) und Anke Trecksler, 1. Diözesanvorsitzende der KLJB Osnabrück (v.l.). Foto: KLVH

Maria Nesemeyer und Hildegard Glosemeyer waren wesentlich an der Gründung des Hospizvereins „Lebensfreude“ beteiligt. Über ein Dutzend ehrenamtliche Hospizbegleiter nehmen sich inzwischen Zeit, Schwerstkranke und Sterbende zu besuchen, zeitweise bei ihnen zu bleiben und die Angehörigen zu entlasten. 

Die Jury bildeten Vertreter der Katholischen Landvolkhochschule (KLVHS) Oesede, der Katholischen Landjugendbewegung, des Landfrauenverbandes und des Landvolkverbandes. Die Initiative erinnert an den langjährigen Leiter der KLVHS, Johannes Voetlause, der 2008 gestorben ist. Johannes Pott, heutiger Hausleiter, lobt das ehreantmliche Engagement für den ländlichen Raum im Bereich Weser-Ems. „Mit diesem Preis sagen wir all den Engagierten von ganzem Herzen Danke für Ihr Tun für die Gemeinschaft und für Einzelne.“ (kb)