12.05.2021

Dank an Pflegekräfte am "Tag der Pflege"

"Zaster, Zeit und Zuspruch"

Die Corona-Pandemie verlangt allen Menschen, die sich beruflich um Pflegebedürftige kümmern, viel ab. Am Internationalen Tag der Pflege besuchten Weihbischof Johannes Wübbe und Caritasdirektor Franz Loth das Haus St. Marien in Nordhorn und bedankten sich.

Pflegekräfte der Caritas-St.-Marien-Pflege GmbH in Nordhorn (im Vordergrund). Weihbischof Johannes Wübbe (3.v.r.) und Caritasdirektor Franz Loth (4.v.l.) besuchten die Einrichtung am "Tag der Pflege". Foto: Caritas/Roland Knillmann

Seit rund 14 Monaten arbeiten Pflegekräfte unter besonders schwierigen Bedingungen. Eine Anerkennung in der aktuellen Situation sei wichtiger denn je, sagte Wübbe und fügte hinzu: „Sie sind in der Corona-Pandemie enorm gefordert und leisten Großartiges. Allen Pflegekräften im Bistum Osnabrück gilt unser großer Dank und unser voller Respekt.“

Auch Caritasdirektor Loth lobte das hohe Engagement. „Nach sehr anstrengenden Monaten ist klar: Wir haben es geschafft, auch in schwierigen Zeiten Pflege gut zu gewährleisten und für die Menschen da zu sein. Jetzt kommen wir langsam wieder in eine Normalität. Daran haben Sie großen Anteil und dafür danke ich allen, die in der Pflege arbeiten, sehr herzlich.“

Wenn Bianca Jantzen, die im Haus St. Marien als Pflegeassistentin arbeitet und zugleich Vorsitzende der Mitarbeitervertretung ist, auf die vergangenen Monate zurückblickt, fällt ihr als erstes der besondere Zusammenhalt ein: „Wir sind wie eine Familie zusammengerückt. Für manche Bewohner waren wir die Familie, weil Angehörige nicht zu Besuch kommen durften.“ Bianca Jantzen betont trotz aller Anforderung: „Es ist hier richtig gut gelaufen, weil wir uns aufeinander verlassen können.“

Manche sagen, dass sie ihr Leben in guten Händen wissen

Das ist auch Ute Sommer am Tag der Pflege wichtig. Sommer ist Caritas-Geschäftsbereichsleiterin Altenhilfe und Pflege und betont: „Heute geht es darum, Danke zu sagen und die enorme Leistung anzuerkennen, die im letzten Jahr erbracht wurde. Das diesjährige Motto der Caritas lautet #DasMachenWirGemeinsam. Die Pflegekräfte zeigen, wie das geht.“ 

Weihbischof  Wübbe unterstrich, das mit dem Einsatz und dem Angebot der kirchlichen Einrichtungen ein Signal an pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen gegeben wird: „Manche sagen mir, dass sie ihr Leben bei uns in guten Händen wissen.“

Caritasdirektor Franz Loth markiert gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus St. Marien mit drei Stichworten seine Forderungen: „Zaster, Zeit und Zuspruch: Das Gehalt muss stimmen, wir benötigen gute Rahmenbedingungen ohne Zeitdruck für die Pflegenden und die gesamte Gesellschaft muss hinter Ihnen stehen!“ (kb)

Jedes Jahr am 12. Mai wird der Internationale Tag der Pflege gefeiert. Der Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale, die vor 200 Jahren in Florenz geboren wurde. 

Im Bistum Osnabrück gibt es 136 ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen in katholischer Trägerschaft; insgesamt arbeiten dort rund 5500 Frauen und Männer.