19.06.2019

Tag der Architektur

Was Kirche zu zeigen hat

Beim Tag der Architektur am 30. Juni präsentiert sich das Meppener Gymnasium Marianum mit seinem neu gebauten Haus der Naturwissenschaft. In Dissen und Osnabrück gibt es Führungen in Pfarrzentren und Kirchen.

Uli Weßling und Schulleier Hermann-Josef Rave präsentieren Haus der Naturwissenschaften.  Foto: Anna Solbach

 

Biologie im Erdgeschoss, Physik in der ersten und Chemie in der zweiten Etage. Die Kurs- und Fachräume sind modern und bestens ausgestattet. „Traumhafte Verhältnisse“, lobt der stellvertretende Schulleiter Uli Weßling. Das im November 2017 neu gebaute Haus der Naturwissenschaften wird nach seinen Worten von den Schülern und Lehrern sehr gut angenommen. Eine Besonderheit ist die Lüftungsanlage, die insbesondere in den heißen Sommermonaten vollautomatisch für frische Luft und die angenehme Raumtemperatur sorgt.

Der dreigeschossige, naturwissenschaftliche Trakt befindet sich auf einer Fläche im nordöstlichen Teil des Schulareals, zwischen Sport- und Turnhalle. Bei dem Bau wurde darauf geachtet, dass das Gebäude auf neuesten Erkenntnissen basiert. So bekam das Gebäude eine Klinkerfassade, die an der Südseite durch eine markante Glasfassade aufgelöst wird. Außenliegende Metalllamellen in Gelb und Orange sind beweglich und schützen vom starken Sonnenlichtfall.„Sehr durchdacht, wir durften unsere Wünsche einfließen lassen“, lobt Weßling das Baukonzept und die Architektur. Gut gestaltete Räume wirken sich positiv auf das Lernen aus. Für das Konzept zeichnet das Planungsbüro pbr Rohling AG aus Osnabrück verantwortlich.Am Tag der Architektur wird die zuständige Architektin Martina Kormann da sein und erläutern, warum sie das Projekt genau so geplant und realisiert hat. Drei Führungen sind geplant – um 11, 13 und 15 Uhr.

Das Gymnasium Marianum in Meppen wurde für die Teilnahme durch eine Fachjury  ausgewählt. Der bundesweite Tag der Architektur bietet insgesamt gute Gelegenheit, für planende Architekten, Bauherren und interessierte Öffentlichkeit über Baukultur ins Gespräch zu kommen. Das diesjährige Motto „Räume prägen“ soll zum Ausdruck bringen, dass wir hohe Baukultur, die Aufenthaltsqualitätenim privaten und im öffentlichen Raum bietet, brauchen. Für die Besucher ist der Tag unkompliziert zu erleben, ohne Anmeldung und ohne Eintritt.

Gymnasium Marianum, Herzog-Arenberg-Straße 65, 49716 Meppen. Es finden drei Führungen am Sonntag, 30. Juni, statt: um 11, 13 und 15 Uhr. Treffpunkt ist auf dem Schulhof vor dem Neubau.

Anna Solbach

 

Kirche Heilig Geist (links) und das
neue Pfarrzentrum (rechts)
Foto: Bennett Schlüter

St. Ansgar und Heilig Geist in Osnabrück präsentieren sich

In Osnabrück werden am Tag der Architektur Führungen in zwei Kirchen angeboten, bei denen durch einen Umbau der Kirchenraum verkleinert wurde und dabei Gemeinderäume in das Gebäude integriert wurden. Es handelt sich um die Kirche St. Ansgar im Stadtteil Nahne, Ansgarstraße 14-15, und um die Heilig-Geist Kirche im Stadtteil Dodesheide, Lerchenstraße 91.

Die Kirche St. Ansgar beherbergt nun auch das Gemeindehaus. Damit das Foyer Helligkeit bekommt, wurden neue Fenster in die Kirche eingebaut. Auch die Büros der Pfarrsekretärin und der Gemeindereferentin sind jetzt in der Kirche untergebracht. Der Kirchenraum wurde verkleinert und bietet Platz für 100 Personen. Die Zahl der Sitzgelegenheiten lässt sich auf 200 aufstocken. Der Umbau von St. Ansgar erfolgte durch das Architekturbüro Tilgner aus Bremen. Am Sonntag, 30. Juni, wird es Führungen durch die Architekten geben: um 12, 13.30 und 15 Uhr. Treffpunkt ist jeweils am Haupteingang.

Auch in der Kirche Heilig Geist in Osnabrück-Dodesheide sind Führungen durch die beteiligten Architekten geplant. Hier erfolgte der Umbau durch das Architekturbüro „B-Werk“ aus Spelle. Die Führungen beginnen um 12.30, 14.30 und 16 Uhr. In die rund 60 Jahre alte Kirche wurde bei den Bauarbeiten ein Pfarrsaal gebaut, weil der alte Pfarrsaal der Vergrößerung des Kindergartens zum Opfer gefallen war. Der Kindergarten wurde um eine Krippengruppe erweitert. Der verkleinerte Kirchenraum wurde neu und heller gestaltet, die goldenen Leuchten nehmen den Namen der Heilig-Geist-Kirche auf und hängen wie Flammen von der Decke. Zwischen Kirche, Pfarrzentrum und Kindergartenentstand ein Innenhof. 

Zentrum mit Kapelle in Dissen

In Dissen wurden das alte Gemeindehaus und die Kirche abgerissen und die Fläche neu bebaut, dabei blieb der Kirchturm erhalten und wurde in den Neubau integriert. So entstand ein modernes Gemeindezentrum mit Pfarrsaal und Gruppenräumen sowie mit einer Kapelle, die zum Gebet einlädt, in der aber auch Gottesdienste gefeiert werden können. Im Neubau wurde außerdem Platz für die Erweiterung der benachbarten Kindertagesstätte geschaffen. 

Führungen am 30. Juni um 11, 13 und 15 Uhr, außerdem Cafeteria.

Andrea Kolhoff

Mehr Informationen zum Tag der Architektur gibt es hier.