Werke von Otto Pankok und Gustave Doré zu sehen

Unter dem Titel „Paradiese“ werden verschiedene Werke von Otto Pankok und weiterer bekannter wie auch weniger bekannter Kunstschaffender gezeigt. Dabei offeriert die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern ganz unterschiedliche Anregungen für eigene Sichtweisen des Paradieses – und schließt dabei auch christliche Dimensionen ein.

Das Museum feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen. „Es war uns wichtig, als hiesige Kulturinstitution auf die Zeit zu reagieren“, sagt Ulrich Oettel, Leiter des Museums.  Daher wurde die zuvor gezeigte Frühjahrsausstellung „Totentanz und Lebenslust“ abgebaut, da diese recht eindeutig auf die Probleme der Jetztzeit lesbar war. In kurzer Zeit haben die Verantwortlichen nunmehr das neue Programm entworfen und kuratorisch umgesetzt. Seit Samstag, 23. Mai, können Interessierte die Ausstellung „Paradiese“ besichtigen.
Der Hauptraum ist besonders geprägt durch die großformatigen Kohlezeichnungen Otto Pankoks, die von der Natur rund um Gildehaus inspiriert sind. Der Künstler, dessen Arbeiten im Nationalsozialismus als „entartet“ diffamiert wurden, lebte im Jahr 1936 für einige Zeit in dem Grafschafter Dorf und zeigte sich angetan von der dortigen Landschaft.

„In allen ausgestellten Bildern ist der Mensch Teil der Natur, auf dem Weg und unterwegs, er gibt nicht auf, will weiter. Auch, wenn hinter ihm dunkle Wolken – die man auch als Symbol der Zeit lesen kann – dräuten“, heißt es im Museum.


Ebenfalls im Hauptraum sind Werke des französischen Illustrators Gustave Doré zu sehen: Dabei handelt es sich um 16 von insgesamt 176 Arbeiten, mit welchen er Dantes „Göttliche Komödie“ bebilderte. Die gezeigte Bildfolge lässt sich dabei auch als Überwindung einer Krise interpretieren. 
Ein weiterer Raum ist dem Maler Max Pechstein gewidmet, dessen Reiseskizzen von Urlaubsparadiesen präsentiert werden – und wer möchte, kann dort auch echte Südseemuscheln zum Erklingen bringen.
Bekannte Holzschneider der 1980erJahre bilden mit ihren farbigen Werken ein weiteres Kapitel der Ausstellung. Die Orginal-Holzschnittdrucke bringen „ein reflektiertes und selbstgewähltes Handeln des modernen Menschen, allein oder mit anderen“ zum Ausdruck – das Paradies also als „Vielfalt der Möglichkeit, Leben zu gestalten“. Zum Ausklang können die Besucher eine Ackerfotografie von Lea Wächter und Papierarbeiten von Tamara Malcher betrachten. Beide Künstlerinnen studieren an der Kunstakademie Münster.


Die Ausstellung will bewusst ein Stimmungsaufheller sein und Hoffnungszeichen setzen. Ulrich Oettel ist überzeugt: „Eigentlich ist es nicht Aufgabe von Museen, der Seele Nahrung zu geben – aber jetzt schon.“ 
Voraussichtlich bis Herbst werden die „Paradiese“ im Otto-Pankok-Museum, Neuer Weg 5 in Bad Bentheim-Gildehaus, zu sehen sein. 


Zehn Besucher sind gleichzeitig erlaubt
Geöffnet ist das Museum immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Jeweils zehn Gäste dürfen die Einrichtung gleichzeitig betreten, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist bis auf weiteres vorgeschrieben. Einen festen Eintrittspreis gibt es nicht: Jeder Gast kann selbst entscheiden, wie viel ihm der Besuch wert war – und einen entsprechenden Betrag entrichten. 

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Informationen und Anmeldung: 
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voraussichtlich bis Herbst 2020
Rubrik: 
Aktionen u. Benefiz